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Outbreaks

Wednesday, 13. August 2014 - 12:29
Ebola-Ausbruch in Westafrika

In mehreren westafrikanischen Ländern, darunter Guinea, Sierra Leone und Liberia sind in den letzten Monaten gehäuft Fälle von Ebola-Infektionen aufgetreten. Derzeit sind es über 1700 Fälle rund 60% der erkrankten Patienten sind bereits daran verstorben.

Es handelt sich bei Ebola um ein sogenanntes hämorrhagisches Fieber. Immer wieder sind in den letzten Jahren Kleinraumepidemien aufgetreten, im Kongo, Zaire, Sudan, Uganda, Gabun und anderen afrikanischen Ländern. Diese höchst gefährliche Filovirusinfektion wird durch sehr engen Kontakt mit frisch Erkrankten oder deren Ausscheidungen, insbesonders mit deren Blut, übertragen. Es gibt weder eine Impfung noch eine medikamentöse Therapie. Für Reisende besteht - soferne sie nicht mit medizinischen Berufen zu tun haben - keine reale Ansteckungsgefahr, daher hat die WHO auch explizit auf eine Reisewarnung verzichtet. Allerdings sollten sich Reisende in die Endemiegebiete und in deren Nachbarländer unbedingt bei den zuständigen Botschaften erkundigen, ob durch die eingelaiteten Bekämpfungsmassnahmen Beschränkungen der Reisefreiheit gegeben sind.

Im Zusammenhang mit dem Ebola-Ausbruch sind eine Vielzahl von Unklarheiten und Halbwahrheiten im Umlauf, daher eine Zusammenstellung der wichtigsten facts (Quelle: Tropimed; modifiziert):

  • Ebola ist (nach wie vor!) selten
  • Eine Übertragung erfolgt nur bei direktem Kontakt mit Körperflüssigkeiten (Blut, Speichel, Erbrochenes, Urin) einer infizierten Person oder eines infizierten Tieres.
  • In der Inkubationszeit (also vor Auftreten der klinischen Erkrankung)  ist eine Person nicht ansteckend.
  • Eine aerogene Ansteckung ist nicht bekannt.
  • Die Inkubationszeit dauert 2 bis max. 21d, danach ist Ebola ausgeschlossen.
  • Symptome sind : Fieber, Schwäche, Muskelschmerzen,  Kopf- oder Halsschmerzen, später  Erbrechen, Durchfall, Ausschlag und ev. Blutungen.
  • Personen, die mit Körperflüssigkeiten von Erkrankten in Kontakt gekommen sind, haben ein Risiko.
  • Es gibt keinen zugelassenen Impfstoff.
  • Es gibt keine zugelassene Therapie. Medikamente und Impfstoffe befinden sich im Teststadium.
  • Jeder Kontakt zu Erkrankten und deren Körperflüssigkeiten muss vermieden werden.
  • Bei Aufenthalt in einem Land mit EVD und entsprechenden Krankheitszeichen innerhalb von 21Tagen soll ein Arzt telefonisch konsultiert werden, damit Massnahmen eingeleitet werden könnten.